Offerten
Was eine Website kostet, und warum
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot liegt oft der Faktor fünf — bei scheinbar derselben Leistung. Woraus sich der Unterschied tatsächlich ergibt.
Wer drei Offerten einholt, bekommt drei sehr unterschiedliche Zahlen für scheinbar dieselbe Sache. Das liegt selten an der Marge. Es liegt daran, dass in den drei Angeboten drei verschiedene Leistungen stecken — und dass die Frage, welche man braucht, vorher niemand gestellt hat.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Umfang. Fünf Seiten oder fünfzig. Ein Formular oder ein Katalog mit Fragebogen je Produkt. Das ist der Teil, der sich schätzen lässt.
Inhalte. Texte, Fotos, Logo in brauchbarer Auflösung. Liegt das vor, geht es schnell. Liegt es nicht vor, ist es der teuerste Posten — und der, der am häufigsten in keiner Offerte steht.
Anbindungen. Warenwirtschaft, Buchhaltung, Terminbuchung, Zahlung. Jede einzelne verdoppelt den Abstimmungsaufwand.
Was den Preis wirklich treibt
Nicht die Technik. Es sind die Entscheidungen, die noch niemand getroffen hat: Wie heissen die Leistungen? Wer ist die Zielgruppe? Was soll die Seite auslösen? Wird das während der Umsetzung geklärt, entstehen Schleifen — und Schleifen sind teuer.
Warum die günstige Offerte teurer wird
Eine gekaufte Vorlage plus zwanzig Erweiterungen ist am Anfang unschlagbar günstig. Die Rechnung kommt über die Jahre: Ladezeit, Wartung, und die Abhängigkeit von fremden Zeitplänen — siehe Vierzig Plugins sind kein Feature. Das heisst nicht, dass ein Baukasten falsch wäre. Für eine Visitenkarte im Netz ist er oft genau richtig. Es heisst nur, dass die beiden Zahlen nicht dasselbe messen.
Die Frage, die eine Offerte vergleichbar macht
Nicht „Was kostet eine Website?“, sondern: Was ist im Preis enthalten, was kostet danach jeden Monat, und wem gehören am Ende Domain, Hosting und Zugänge? Diese drei Antworten trennen vergleichbare Angebote von solchen, die nur so aussehen. Mehr dazu in Sechs Fragen an einen IT-Dienstleister.
Klingt nach Ihrer Lage?
Wenn Sie beim Lesen an Ihr eigenes System denken mussten: schreiben Sie kurz, worum es geht. Die Rückmeldung kommt innerhalb eines Arbeitstags.
Weiterlesen
-
Werkzeuge
Wofür sich KI im Kleinbetrieb lohnt
Die Vorführungen sind beeindruckend und überstehen den Kontakt mit einem echten Betrieb selten. Drei Anwendungen, die halten — und die Frage, die vor jeder steht.
-
Begriffe
„IT-Strategie“ heisst meistens: aufräumen
In Angeboten steht Transformation, Roadmap und Reifegrad. In einem Betrieb mit fünfzehn Leuten bedeutet Strategie fast immer etwas viel Unspektakuläreres.